Let our souls grow deep like rivers

Carolina Caycedo

Ausstellung + Künstleringespräch (im Dialog mit Johanna Wirth Calvo)

29. November 2018

Ausstellung um 19.00 Uhr

Gespräch um 20.00 Uhr

@ Stauffacherstr. 119, 8004 Zurich

Freier Eintritt, apéro

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Carolina Caycedo wird einige Arbeiten aus ihrem laufenden Projekt Be Damned präsentieren.

In den indigenen Kosmogonien Amerikas sind alle Gewässer miteinander verbunden. Flüsse sind die Adern des Planeten, ihre Gewässer verbinden Gemeinschaften und Ökosysteme. Caycedo untersucht die Auswirkungen großer Staudämme auf Natur- und Soziallandschaften in mehreren amerikanischen Bioregionen. Mehr als 250 große Wasserkraftwerke werden von transnationalen Konzernen in Lateinamerika geplant oder gebaut, was den Übergang öffentlicher Gewässer in privatisierte Ressourcen bedeutet.

Carolina Caycedo (1978, lebt in Los Angeles) wurde in London als Kind kolumbianischer Eltern geboren. Sie transzendiert institutionelle Räume für die Arbeit im sozialen Bereich, wo sie an Bewegungen des territorialen Widerstands, der Solidarwirtschaft und des Wohnens als Menschenrecht teilnimmt. Carolinas künstlerische Praxis hat eine kollektive Dimension einschließlich Performances, Zeichnungen sowie auch in Fotos und Videos. Ihre Werke gelten nicht nur als künstlerisches Endergebnis per se, sie sind gleichzeitig auch Teil des Forschungs- und Handlungsprozesses.

Durch Ihre Arbeit, in der Bewegung, Assimilationen Widerstand sowie auch Repräsentation und Kontrolle untersucht wird, spricht Sie Kontexte und Gemeinschaften an, die von Entwicklungsprojekten wie den Bau von Dämmen, die Privatisierung von Wasser und deren Folgen für Flussgemeinden betroffen sind. Sie hat öffentlich engagierte Projekte in zahlereiche Städte, von Bogota bis London, entwickelt. Ihre Arbeiten wurden weltweit mit Einzelausstellungen in der Wiener Secession, Intermediae-Matadero Madrid, Agnes B Gallery Paris, Alianza Francesa Bogotá, Hordaland Kunstsenter Bergen, 18th Street Arts Center in Santa Monica und DAAD Gallery in Berlin gezeigt. Sie nahm an internationalen Biennalen teil, darunter Sao Paulo (2016), Berlin (2014), Paris Triennial (2013), New Museum (2011), Havanna (2009), Whitney (2006), Venedig (2003) und Istanbul (2001).

Wir danken das Romanische Seminar und das Lateinamerika-Zentrum der Universität Zürich für ihre grosszügige Unterstützung in der Realisation dieser Veranstaltung.